Pflanzenheilkunde

"Kurz vorgestellt: der Fenchel"

fenchelEngl.: fennel
Franz.: fenouil
Lat.: Foeniculum vulgare

fenchel 2

Der Fenchel war ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet. Als fixer Bestandteil in den Klostergärten wurde er schon über Jahrhunderte gezüchtet. Dieses Doldengewächs kann bis zu 2 m hoch wachsen und wird mittlerweile rund um den Globus kultiviert. Die kleinen Samen enthalten wertvolle Inhaltstoffe. Direkt gekaut oder als Tee getrunken entfalten sie ihre Heilkraft.
Die Fenchelsamen sind sehr aromatisch, wirken wärmend und haben einen scharf-würzigen oder süßen Geschmack. In der Pflanzenheilkunde kommen meist die Samen vom Bitterfenchel zum Einsatz. Die

• windtreibende
krampflösende
verdauungsfördernde
schleimlösende

Wirkung in Teezubereitungen tut der ganzen Familie gut.  So kann die Einnahme schon bei Babys und Kleinkindern Magen und Darmbeschwerden lindern. Auch im Stilltee ist der Fenchel ein bewährter Helfer für Mutter und Kind. Fenchelsamen befreien die Atemwege und wirken beruhigend auf die Bronchien.

Der Duft der Samen vom Süßfenchel entfaltet seine Kraft in der Aromatherapie.

Das Motto: Lästige Winde vertreiben und sich entspannen im wärmenden Bad mit süßem Fenchelöl!


Wir beraten Sie gerne!

WICHTIGER HINWEIS:
Trotz der guten Wirksamkeit von Pflanzen/Zubereitungen aus Pflanzen und der ausführlichen Beratung, die Sie in unserer Apotheke erhalten, möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Anwendung von und die Information über diese keine ärztliche Behandlung und Beratung ersetzen!

 

Pflanzenheilkunde

Pflanzen wurden seit jeher als Heilmittel verwendet - egal ob frisch oder getrocknet, ob die ganze Pflanze oder nur Teile, wie etwa die Blüten. Über den ganzen Globus verteilt haben sich die verschiedensten Lehren über ihre Anwendungen entwickelt.

Wussten Sie zum Beispiel, dass der berühmte Steinzeitmensch „Ötzi
einige Heilkräuter in seinem Gepäck hatte? IngwerIngwer 2

In Indien entwickelte sich die Heilkunst Ayurveda, bei der uns auch bekannte Pflanzen, wie Ingwer, Aloe oder Sandelholz verwendet wurden. Etwa gleichzeitig begann sich die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) mit ihrer Pflanzenlehre immer weiter zu etablieren. In Ägypten wurden Myrrhe, Thymian und Wacholder verwendet und in der griechischen Antike befassten sich bedeutende Köpfe namens Pythagoras, Hippokrates und Theophrast mit den Geschenken aus der Natur.

 WacholderDer persische Wacholder 2Mediziner Avicenna brachte den Wissensschatz über tropische Arzneipflanzen bis nach Europa. Hildegard von Bingen etablierte die Traditionell Europäische Medizin (TEM) im mittelalterlichen Europa. Paracelsus gilt als einer der bedeutenden Wegbereiter der Naturheilkunde und als Vater der Spagyrik („Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken“).
Viele Koryphäen, wie zum Beispiel Christoph Wilhelm Hufeland, Johann Gottfried Rademacher, trugen Wissen über Arzneipflanzen, deren Bedeutung, Wirkungen und Anwendungen zusammen.

Heute können wir aus diesem immensen Wissensschatz schöpfen und auf eine jahrtausend-lange Erfahrung zurückblicken. Die seit jeher bekannten, traditionellen Anwendungen werden mittlerweile mit wissenschaftlichen klinischen Studien belegt und bilden eine essenzielle Disziplin in Medizin und Pharmazie. Für jede Lebenslage, sowie für jedes Lebensalter bietet die Naturheilkunde enormes Potential.

Besuchen Sie uns in der Apotheke zur hl. Elisabeth, wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen gerne Ihre persönliche Teemischung zusammen!