Pflanzenheilkunde

"Kurz vorgestellt: die Eiche"eiche 2

EicheEngl.: oak
Franz.: le chêne
Lat.: Quercus robur

Die Eiche ist ein starker, kräftiger Baum, der in ganz Europa, im Kaukasus und in Kleinasien verbreitet ist. Auch im Gebiet des Himalajas kann man sie finden. „Heart of  Oak“ ist eine alte Bezeichnung der britischen Marine, und weist schon auf die Symbolkraft  der Eiche in der Geschichte hin. Früher verwendete man Eichenrinde zum Konservieren von Tierhäuten.

Medizinisch interessant ist die junge Rinde, welche vor der Entwicklung der Blätter gesammelt wird.

Der Geschmack ist herb, mit kühlender Eigenschaft.eiche 3

Für die Wirksamkeit ist der hohe Anteil an Gerbstoffen verantwortlich, welche

• zusammenziehend
• austrocknend
• gewebeverdichtend
• leicht entzündungshemmend
• schweißhemmend
wirken können. Bakterien und Viren finden weniger Nährboden und werden so reduziert.

Teezubereitungen für äußerliche Anwendungen werden daher bei entzündlichen Haut- und Schleimhauterkrankungen empfohlen. Sehr oft hat sich schon ein Bad mit Eichenrindenextrakt  bei häufigem Fußschweiß und Frostbeulen bewährt. Bei Hämorrhoiden lindert ein Sitzbad mit Badetemperatur von 32 bis 37 Grad Celsius und der Badezeit von 15 bis 20 Minuten den Juckreiz und das Brennen. Danach nicht mit Seife waschen! Eine Entzündung im Hals-, und Rachenbereich kann mit einer Mundspülung schneller abklingen.

Das Motto: eine gesunde Haut bewahrt unsere innere Kraft!


Wir beraten Sie gerne!

WICHTIGER HINWEIS:
Trotz der guten Wirksamkeit von Pflanzen/Zubereitungen aus Pflanzen und der ausführlichen Beratung, die Sie in unserer Apotheke erhalten, möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Anwendung von und die Information über diese keine ärztliche Behandlung und Beratung ersetzen!

 

Pflanzenheilkunde

Pflanzen wurden seit jeher als Heilmittel verwendet - egal ob frisch oder getrocknet, ob die ganze Pflanze oder nur Teile, wie etwa die Blüten. Über den ganzen Globus verteilt haben sich die verschiedensten Lehren über ihre Anwendungen entwickelt.

Wussten Sie zum Beispiel, dass der berühmte Steinzeitmensch „Ötzi
einige Heilkräuter in seinem Gepäck hatte? IngwerIngwer 2

In Indien entwickelte sich die Heilkunst Ayurveda, bei der uns auch bekannte Pflanzen, wie Ingwer, Aloe oder Sandelholz verwendet wurden. Etwa gleichzeitig begann sich die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) mit ihrer Pflanzenlehre immer weiter zu etablieren. In Ägypten wurden Myrrhe, Thymian und Wacholder verwendet und in der griechischen Antike befassten sich bedeutende Köpfe namens Pythagoras, Hippokrates und Theophrast mit den Geschenken aus der Natur.

 WacholderDer persische Wacholder 2Mediziner Avicenna brachte den Wissensschatz über tropische Arzneipflanzen bis nach Europa. Hildegard von Bingen etablierte die Traditionell Europäische Medizin (TEM) im mittelalterlichen Europa. Paracelsus gilt als einer der bedeutenden Wegbereiter der Naturheilkunde und als Vater der Spagyrik („Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken“).
Viele Koryphäen, wie zum Beispiel Christoph Wilhelm Hufeland, Johann Gottfried Rademacher, trugen Wissen über Arzneipflanzen, deren Bedeutung, Wirkungen und Anwendungen zusammen.

Heute können wir aus diesem immensen Wissensschatz schöpfen und auf eine jahrtausend-lange Erfahrung zurückblicken. Die seit jeher bekannten, traditionellen Anwendungen werden mittlerweile mit wissenschaftlichen klinischen Studien belegt und bilden eine essenzielle Disziplin in Medizin und Pharmazie. Für jede Lebenslage, sowie für jedes Lebensalter bietet die Naturheilkunde enormes Potential.

Besuchen Sie uns in der Apotheke zur hl. Elisabeth, wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen gerne Ihre persönliche Teemischung zusammen!