Pflanzenheilkunde

"Kurz vorgestellt: die Ringelblume"

RingelblumeEngl.: Goldbloom, Marigold
Franz.: Fleur de tous les mois, Fleur de souci

Der Namen der Stammpflanze Calendula officinalis leitet sich vom lateinischen Wort Calendis (der Monat) ab. Die leuchtend gelben oder orangen Blütenköpfe wenden sich je nach Jahreszeit dem Sonnenstand zu. Wenn die Pflanze verblüht ist, kringeln sich im Blütenkörbchen ihre Samen.
Im Kelch und in den Röhrenblüten sind sehr viele ätherische Öle enthalten.

wichtiges Wundheilungsmittel
bei Entzündungen von Haut und Schleimhaut
milder, leicht bitterer Geschmack
schwacher Geruch

Ringelblume 2
Vor allem hat sich die äußerliche Anwendung in Form von Salbe, Gel, Öl und Tinktur sehr bewährt. Bei frischen Wunden kann es unterstützend angewendet werden und zur Vorbeugung eines Infektionsrisikos beitragen. Bei schlecht heilenden Wunden kann es die Gewebsbildung fördern und somit die Abheilung beschleunigen.

Tipp aus der Apotheke: bei Schürfwunden nach einem Radunfall

In Teezubereitungen hat sich die Ringelblumen nicht nur als optischer Aufputz bewährt. In Leber-Galle-Tees, sowie blähungstreibenden Teemischungen kommt unsere Ringelblume noch zum Einsatz.


Vorsicht: bei Allergie auf Korbblütler


Wir beraten Sie gerne!

 

WICHTIGER HINWEIS:
Trotz der guten Wirksamkeit von Pflanzen/Zubereitungen aus Pflanzen und der ausführlichen Beratung, die Sie in unserer Apotheke erhalten, möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Anwendung von und die Information über diese keine ärztliche Behandlung und Beratung ersetzen!

 

Pflanzenheilkunde

Pflanzen wurden seit jeher als Heilmittel verwendet - egal ob frisch oder getrocknet, ob die ganze Pflanze oder nur Teile, wie etwa die Blüten. Über den ganzen Globus verteilt haben sich die verschiedensten Lehren über ihre Anwendungen entwickelt.

Wussten Sie zum Beispiel, dass der berühmte Steinzeitmensch „Ötzi
einige Heilkräuter in seinem Gepäck hatte? IngwerIngwer 2

In Indien entwickelte sich die Heilkunst Ayurveda, bei der uns auch bekannte Pflanzen, wie Ingwer, Aloe oder Sandelholz verwendet wurden. Etwa gleichzeitig begann sich die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) mit ihrer Pflanzenlehre immer weiter zu etablieren. In Ägypten wurden Myrrhe, Thymian und Wacholder verwendet und in der griechischen Antike befassten sich bedeutende Köpfe namens Pythagoras, Hippokrates und Theophrast mit den Geschenken aus der Natur.

 WacholderDer persische Wacholder 2Mediziner Avicenna brachte den Wissensschatz über tropische Arzneipflanzen bis nach Europa. Hildegard von Bingen etablierte die Traditionell Europäische Medizin (TEM) im mittelalterlichen Europa. Paracelsus gilt als einer der bedeutenden Wegbereiter der Naturheilkunde und als Vater der Spagyrik („Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken“).
Viele Koryphäen, wie zum Beispiel Christoph Wilhelm Hufeland, Johann Gottfried Rademacher, trugen Wissen über Arzneipflanzen, deren Bedeutung, Wirkungen und Anwendungen zusammen.

Heute können wir aus diesem immensen Wissensschatz schöpfen und auf eine jahrtausend-lange Erfahrung zurückblicken. Die seit jeher bekannten, traditionellen Anwendungen werden mittlerweile mit wissenschaftlichen klinischen Studien belegt und bilden eine essenzielle Disziplin in Medizin und Pharmazie. Für jede Lebenslage, sowie für jedes Lebensalter bietet die Naturheilkunde enormes Potential.

Besuchen Sie uns in der Apotheke zur hl. Elisabeth, wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen gerne Ihre persönliche Teemischung zusammen!