Pflanzenheilkunde

"Kurz vorgestellt: die Kamille"

kamille 1

eng.: german chamomile

Wer kennt sie nicht?

Schon im alten Ägypten wurde sie als heilige Blume des Sonnengottes verehrt.

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Diese zarte Pflanze war ursprünglich in wärmeren Gebieten von Europa und in Vorderasien beheimatet. Die feinen Blütenblätter und der leuchtende, gelbe Blütenboden sind ein typisches Erkennungszeichen für die Kamille. Die kleinen Blüten haben einen aromatischen Geruch und schmecken leicht bitter.

Diese Pflanze liebt Luft und Licht. Sandig-lehmige Ackerböden bilden eine gute Basis, um zu gedeihen.

Der hohe Anteil an Inhaltsstoffen ist nur durch die sorgfältige Kultivierung und Verarbeitung garantiert. In der Phytotherapie schätzt man folgende Eigenschaften.

Entzündungshemmend
Krampflösend
Entblähend
Beruhigend
• Wundheilungsfördernd

Die kleinen Blüten kommen als Teezubereitung, Spülung, Inhalation und als Badezusatz zum Einsatz.

Von Baby bis ins hohe Alter ist die Anwendung oft sehr hilfreich.

Die römische Kamille eignet sich gut für die Duftlampe. Das Aromaöl bringt in stressigen Zeiten Ruhe und Entspannung zurück.

Das Motto: Kippt die Stimmung, ist dir schlecht, kommt die Kamille gerade recht.

Wir beraten Sie gerne!

WICHTIGER HINWEIS:
Trotz der guten Wirksamkeit von Pflanzen/Zubereitungen aus Pflanzen und der ausführlichen Beratung, die Sie in unserer Apotheke erhalten, möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Anwendung von und die Information über diese keine ärztliche Behandlung und Beratung ersetzen!

 

Pflanzenheilkunde

Pflanzen wurden seit jeher als Heilmittel verwendet - egal ob frisch oder getrocknet, ob die ganze Pflanze oder nur Teile, wie etwa die Blüten. Über den ganzen Globus verteilt haben sich die verschiedensten Lehren über ihre Anwendungen entwickelt.

Wussten Sie zum Beispiel, dass der berühmte Steinzeitmensch „Ötzi
einige Heilkräuter in seinem Gepäck hatte? IngwerIngwer 2

In Indien entwickelte sich die Heilkunst Ayurveda, bei der uns auch bekannte Pflanzen, wie Ingwer, Aloe oder Sandelholz verwendet wurden. Etwa gleichzeitig begann sich die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) mit ihrer Pflanzenlehre immer weiter zu etablieren. In Ägypten wurden Myrrhe, Thymian und Wacholder verwendet und in der griechischen Antike befassten sich bedeutende Köpfe namens Pythagoras, Hippokrates und Theophrast mit den Geschenken aus der Natur.

 WacholderDer persische Wacholder 2Mediziner Avicenna brachte den Wissensschatz über tropische Arzneipflanzen bis nach Europa. Hildegard von Bingen etablierte die Traditionell Europäische Medizin (TEM) im mittelalterlichen Europa. Paracelsus gilt als einer der bedeutenden Wegbereiter der Naturheilkunde und als Vater der Spagyrik („Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken“).
Viele Koryphäen, wie zum Beispiel Christoph Wilhelm Hufeland, Johann Gottfried Rademacher, trugen Wissen über Arzneipflanzen, deren Bedeutung, Wirkungen und Anwendungen zusammen.

Heute können wir aus diesem immensen Wissensschatz schöpfen und auf eine jahrtausend-lange Erfahrung zurückblicken. Die seit jeher bekannten, traditionellen Anwendungen werden mittlerweile mit wissenschaftlichen klinischen Studien belegt und bilden eine essenzielle Disziplin in Medizin und Pharmazie. Für jede Lebenslage, sowie für jedes Lebensalter bietet die Naturheilkunde enormes Potential.

Besuchen Sie uns in der Apotheke zur hl. Elisabeth, wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen gerne Ihre persönliche Teemischung zusammen!